Hintergrund
Singapore Airlines ist die erste Airline, die den Riesen Airbus im Linienbetrieb einsetzen kann. Im Oktober letzten Jahres wurde die weltweit erste Maschine dieses Typs nach Singapur ausgeliefert. Doch bereits im Januar dieses Jahres kam es zum ersten kleinen Zwischenfall, als das Flugzeug am Flughafen von Singapur von der Rollbahn abkam (Artikel:
Zwischenfall beim A380).
Airbus A380, copyright Rolf Höngesberg
Flug abgebrochen
Ebenfalls im Januar wurde dann der zweite A380 an Singapore Airlines übergeben. Bei diesem kam es bereits jetzt zur Panne: Der geplante Flug nach Sydney musste abgesagt werden, da eine Treibstoffpumpe ausgefallen war. In so einem Fall gibt es normalerweise noch eine Ersatzpumpe, die problemlos den Betrieb der ersten übernehmen kann, doch diese versagte hier ebenfalls. So ein Ausfall kommt in der Luftfahrt immer wieder vor, doch zumeist überrascht er die Betreiber des Flugzeuges, da der Fehler erst nach dem Starten der Motoren auftaucht.
Probleme beim Umbuchen
So war auch in diesem Fall die Airline nicht auf einen Ausfall des weltweit größten Passagierjets vorbereitet. Da nach dem Zwischenfall vom Januar der zweite A380 zur Zeit gewartet wird, konnte den Passagieren als Ersatzmaschine nur eine Boeing 747-400 angeboten werden. Nachdem diese aber etwa 30% weniger Plätze bietet, mussten 70 der insgesamt 418 Passagiere zurück bleiben.
Nacht am Flughafen
Ein weiterer unglücklicher Zufall kam für die Zurückgelassenen hinzu: Gerade diese Woche findet in Singapur eine große Luftfahrtmesse, die „Singapore Airshow“ statt, weswegen beinahe alle Hotels in der Umgebung ausgebucht sind. So blieb einigen von ihnen nichts anderes übrig, als die Nacht am Flughafen zu verbringen.
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