06.03.2008
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Berlusconi: Alitalia soll italienisch bleiben |
Der ehemalige italienische Regierungschef Berlusconi hat sich deutlich für einen Verbleib von Alitalia in italienischen Händen ausgesprochen und damit gegen einen Verkauf an Air France KLM. Sein Wunsch sei ein Zusammenschluss italienischer Unternehmer, um die stark angeschlagene Airline zu kaufen.
Es solle sich ein Konsortium bilden, um das Unternehmen innerhalb Italiens zu belassen, so Berlusconi. Momentan ist Air France KLM konkret an Alitalia interessiert und bereits seit längerem in intensiven Übernahmeverhandlungen. Während Berlusconi die Verhandlungen abbrechen möchte, schlägt der derzeitige italienische Außenminister Massimo D'Alema Alarm: Ein Stop der Verhandlungen bedeute Konkurs für die Fluggesellschaft.

Die Zukunft der italienischen Airline ist ungewiss
Übernahme als Wahlkampfthema?
Berlusconi gilt als Favorit der Wahlen, die am 15. /16. April in Italien stattfinden werden. Kurz nach dessen Aussage verzeichneten die Alitalia Aktien am Dienstagnachmittag einen neuen Rekordtiefstand. Hauptgrund für sein klares „Nein“ seien vor allem die Pläne von Air France KLM den Flugverkehr am Mailänder Flughafen drastisch zu reduzieren.

Berlusconi will den Verkauf verhindern
Air France entscheidet nächste Woche
Air France will am 14. März entscheiden, ob sie überhaupt ein verbindliches Übernahmeangebot ausstellen. Nächsten Freitag enden die Exklusivverhandlungen. Die derzeitige italienische Mitte-Links Regierung unter Minister Prodi hatte die Verhandlungen mit Air France enorm vorangetrieben. Die zweitgrößte Fluggesellschaft Italiens, Air One hatte ebenfalls mitbieten wollen, wurde vor Gericht aber zurückgewiesen. Aufgrund der Regierungskrise scheint momentan jedoch nichts mehr sicher.
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