22.03.2008
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Alitalia: Berlusconi organisiert Widerstand |
Oppositionsführer Silvio Berlusconi drohte am Freitag mit einem Veto des Übernahmeangebots von Air France KLM. Die Bedingungen des Verkaufs von Alitalia seien inakzeptabel.
Der ehemalige (und vielleicht wieder zukünftige) Ministerpräsident von Italien will seine Pläne zur Gründung eines italienischen Konsortiums anscheinend in die Tat umsetzen. Er nannte am Freitag konkrete Pläne: Die zweitgrößte italienische Fluggesellschaft Air One und die Großbank Intesa SanPaolo sollten das Gegenangebot finanzieren, so die Mailänder Zeitung „Corriere della Serra“. Notfalls würde Berlusconi auch Geldmittel seiner sehr wohlhabenden Familie bereit stellen.

Allitalia: Doch kein Verkauf an Air France?
Weitere Kürzungen?
Die niederländisch-französische Gruppe KLM hatte angedeutet, den Frachtbetrieb der Alitalia bis 2010 einzustellen. Das würde, außer den bereits angekündigten 1600 bis 1700 Stellen noch weitere Arbeitsplätze kosten. Die Alitalia Aktien befinden sich inzwischen weiterhin auf Tiefflug: Während eine Aktie vergangene Woche noch bei über 50 Cent gestanden hatte, will die französische Airline nur rund 10 Cent pro Aktie bezahlen. Aufgrund des niedrigen Verkaufspreises und auch der massiven Stellenkürzungen hatten sich zuerst die Gewerkschaften gegen den Verkauf gewehrt. Der Streit um die Zukunft der italienischen Airline scheint also vorerst kein Ende zu nehmen.
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