09.07.2008
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bmi: umkämpfter Übernahmekandidat |
British Midland (bmi) könnte im nächsten Jahr, unabhängig ob ein Verlust entsteht oder nicht, von Konkurrenten übernommen werden. Grund dafür sind die scharf umkämpften Slots in London-Heathrow (LHR).
Aktuelle Aufteilung
Noch liegen 50 % plus 1 Aktie in den Händen von Sir Michael Bishop.
Lufthansa (30 % minus 1 Aktie) kann 2009 aufgrund eines Vorkaufsrechts aus dem Jahre 1999 diese Anteile übernehmen. Weitere 20 % liegen bei
SAS.
Airbus A320 der British Midland (bmi), copyright Rolf Höngesberg
Interessenten
Bmi verfügt über 11 % der sehr wertvollen Slots am Londoner Flughafen Heathrow. Nur
British Airways hat mit 40 % noch mehr, würde aber sofort bei bmi zuschlagen, wenn die Lufthansa nicht von ihrem Vorkaufsrecht gebrauch macht. Auch
Virgin Atlantic meldete Interesse an. So könnte der Langstreckencarrier mit dem Kurzstreckenflieger bmi eine echte Konkurrenz zu British Airways aufbauen.
Ungewisse Entwicklung
Bmi wurde erst kürzlich neue bewertet und von 770 Mio. Pfund auf 800 Mio. Pfund hinaufgestuft. Allerdings ist nicht bekannt, welchen Preis Lufthansa mit Michael Bishop vereinbart hat. Quellen sprechen von nur 450-500 Mio. Pfund, was angesichts der wertvollen Slots schon fast ein Discountpreis wäre. Doch bmi ist als Vollservice-Airline mit ihren Kurzstrecken zwischen all den Lowcostern eingeklemmt. Bei 1 Mrd. Pfund Umsatz flog man im letzten Jahr nur 9 Mio. Pfund Gewinn heim. Aufgrund der steigenden Kerosinpreise und der sinkenden Margen könnte 2008 ein großes Minus unter dem Strich stehen. Durch Verkauf der Heathrow-Slots könnte man sich davor schützen. Allein ein Slot würde 5-10 Mio. Pfund in die Kassen spülen. Aber dies wäre nur eine kurzfristige Lösung. Eine Übernahme ist wahrscheinlicher. British Airways und Virgin warten nun Lufthansas ersten Schritt ab.
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