12.07.2008
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Air France: Airbus A380 Einsatz verzögert |
Viel Neues bei Air France: Neben einem kleinen Malheur am Pariser Flughafen Charles de Gaulles, Erhöhung von Kerosinzuschlägen und Konkretisierung der Pläne, auf die Schiene zu erweitern, gibt es außerdem Neuigkeiten über den Einsatz des ersten A380.
Verzögerung des A380
Air France rechnet nun erst zum Sommer 2009 mit dem Eintreffen des ersten
Airbus A380. Bisherige Planungen gingen vom April 2009 aus. Air France-KLM Chef Spinetta kündigte als Reaktion auf die steigenden Kerosinpreise ein Sparprogramm unter dem Namen „Challenge 2012“ an.
Auch bei Air France zu spät im Einsatz: der Riesenjet Airbus A380; Foto: Rolf Höngesberg
Zwischenfall in Paris
Air France beschädigte am 10. Juni einen Airbus A320-200. Das Flugzeug wurde auf der Heimatbasis Paris CDG von einem Schubfahrzeug manövriert. Bei hoher Geschwindigkeit klappte das Bugfahrwerk plötzlich ein und der Airbus setzte auf dem Schubfahrzeug auf. Der Fahrer blieb unverletzt.
Erhöhung des Kerosinzuschlags
Air France erhöhte zum 10. Juli die Kerosinzuschläge. Auf Inlandsflügen kommen 2 Euro hinzu, auf Mittelstrecken 4 Euro sowie auf Langstrecken je nach Entfernung zwischen 10 und 14 Euro. Sollte der Ölpreis dauerhaft unter 130 Dollar je Barrel fallen, nimmt Air France die Hälfte der Erhöhung zurück. Fällt er unter 125 Dollar, wird die gesamte Anhebung gestrichen.
Boeing 747 der Air France; Foto: Rolf Höngesberg
Schienenpläne
Air France-KLM bestätigte, dass man nach vier Jahren Evaluierung künftig auch Hochgeschwindigkeitszüge offerieren werde. Dazu solle mit dem Mischkonzern Veolia eine Allianz eingegangen werden. Dieser betreibt zwar neben Wasserwerken auch Zugverbindungen, doch im Hochgeschwindigkeitssegment ist man bislang nicht präsent. Dieser Sektor wird von der staatlichen SNCF, der Deutschen Bahn sowie den staatlich kontrollierten Firmen Thalys und Eurostar dominiert. Doch der Markt wird 2010 gegenüber anderen Anbietern geöffnet und Air France-KLM will auch hier ein ernstzunehmender Konkurrent werden. Veolia soll die Züge ab dem Flughafen Paris - Charles de Gaulle (CDG), Sitz und Hauptdrehkreuz der Air France, zu Zielen in ganz Europa einsetzen. Kurzstreckenflüge wie nach Frankfurt oder Brüssel könnten dann entfallen. Angesichts steigender Kerosinpreise eine verlockende Vision. Für die nähere Zukunft kündigte Air France-KLM aber an, dass die Kapazitäten zum Winter 2008/09 verringert werden, um Kerosin-Einsparungen zu erzielen. Näheres soll Mitte September publiziert werden.
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