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27.07.2007
Autor ae

Angehörige der Helios-Opfer verklagen Boeing

Fast 2 Jahre nach dem tragischen Absturz einer Helios Maschine bei Athen im August 2005 haben nun die Angehörigen von 17 der Opfer den Flugzeugbauer Boeing auf insgesamt 76 Millionen Euro Schadensersatz verklagt.

Hintergrund

Flug 522 der zypriotischen Airline Helios von Larnaka über Athen nach Prag verunglückte am 14. August 2005. Kurz nach dem Start fiel der Kabinendruck ab, sodass Fluggäste und Besatzung ohnmächtig wurden. Nach etwa drei Stunden Blindflug im Autopilotmodus hatte die Boeing 737-300 in der Nähe von Athen keinen Treibstoff mehr und stürzte ab. Alle 121 Insassen der Maschine kamen dabei ums Leben.
Die Ursache für die Ohnmacht aller Menschen an Bord und somit auch für den Absturz wurde nach Auswertung des Flugschreibers auf den zu geringen Kabinendruck und den in Folge sinkenden Sauerstoffgehalt festgelegt. Zu dem gleichen Ergebnis kam die einberufene Untersuchungskommission ein dreiviertel Jahr später in ihrem Abschlussbericht.

Wie konnte das passieren?

Es konnte nachgewiesen werden, dass die Druckkontrolle der Maschine funktionierte. Aber weshalb regulierten die Piloten den Kabinendruck nicht nach? Zu diesem Punkt kritisierte die Untersuchungskommission recht deutlich eine Eigenheit des Warnsystems der Boeing 737: der Signalton, der die Flugzeugführer vorm Abfallen des Kabinendrucks warnt, macht auch auf andere, weit weniger schlimme Fehleinstellungen aufmerksam. Deswegen haben die Piloten den Ton falsch gedeutet und ignorierten ihn zunächst, um sich nach dem Start erstmal der Navigation zu widmen.

2 Jahre später

Nun wurde vor dem Athener Zivilgericht Klage eingereicht. Die Angehörigen von 17 Opfern des Absturzes verklagten den Flugzeugbauer Boeing auf insgesamt 76 Millionen Euro Schadensersatz. Die Begründung der Klage war, dass Boeing eine Mitschuld am Unglück zu tragen habe, da das Warnsignal der 737-300 nicht eindeutig zu interpretieren gewesen sei. Boeing sei trotz Kenntnis des Problems schuldhaft untätig geblieben. Laut Bericht steht zudem aber auch das Wartungspersonal in der Verantwortung, da es die Druckkontrolle falsch eingestellt habe.

Was passierte mit Helios?

Die Fluglinie Helios änderte nach dem Unglück ihren Namen in AJet. Ende 2006 wurde jedoch der Flugbetrieb endgültig eingestellt.

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