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23.08.2007
Autor sw

China Airlines geht der Sprit aus

Zwei Tage nachdem in Japan eine Boeing 737 der China Airlines nach der Landung in Flammen aufging und ausbrannte, gab es nun den nächsten beunruhigenden Zwischenfall: Ein Flugzeug des Typs Airbus A330 der China Airlines musste aufgrund von Kerosinmangel an einem anderen Airport landen, als vorgesehen.

Falscher Zielflughafen aufgrund von Spritmangel

Die nagelneue Maschine der China Airlines mit 163 Passagieren an Bord war von Taipeh aus Richtung Chubu gestartet. Einige Minuten vor der geplanten Landung wurde der Flughafen allerdings vorübergehend gesperrt. Grund: Eine Startbahn wurde von einem Flugzeug blockiert, welches durch Vogelschlag in Mitleidenschaft gezogen wurde. Der Airbus der China Airlines wurde daraufhin vom Tower in Chubu angewiesen, wie es in solchen Fällen üblich ist, Warteschleifen zu fliegen.

Dabei wurde der Treibstoff so knapp, dass der Pilot den Tower um Erlaubnis fragte, den 200 km entfernten Kansai Airport anzufliegen. Die Erlaubnis wurde erteilt und das Flugzeug konnte sicher in Kansai landen.

Wie kam es dazu?

Es ist nicht unüblich bei Unregelmäßigkeiten im Flughafen-Betrieb ankommende Flugzeuge Warteschleifen fliegen zu lassen. Solche Eventualitäten werden in die Spritmenge einkalkuliert und dementsprechend mehr getankt als theoretisch nötig wäre.

Selbstverständlich trägt jedes Kilo Gewicht bei Flügen zu einem höheren Kerosinverbrauch bei. Die Airlines versuchen daher aus Kostengründen so wenig wie möglich zu tanken. Spekulationen, dass das Limit zu knapp berechnet war und der Pilot das Risiko einer unbestimmten Dauer in der Warteschleife nicht eingehen konnte, reißen ebensowenig ab, wie die, dass der Fehler bei der Bodencrew in Taipeh zu suchen ist, die eventuell eine zu niedrige Spritmenge einfüllte.

Desweiteren könnte der Zwischenfall auf Wartungsmängel zurückzuführen sein. Bevor die Boeing 737 der China Airlines am Montag Feuer fing, hatten Mitglieder des Bodenpersonals in Okinawa-Naha Kerosin aus dem Flugzeug austreten sehen. Wie erste Untersuchungen feststellten, waren kraftstoffleitende Verbindungen an der Aufhängung des linken Triebwerks nicht ordnungsgemäß geschützt.
Nicht auszudenken, wenn bei dem A330 bei der Wartung vergleichbare Schwachstellen im Kraftsoffsystem unerkannt geblieben sind. Die Frage, die es nun aufzudecken gilt lautet: Hat das Flugzeug etwa bereits in der Luft aufgrund eines Lecks Treibstoff verloren?

Ungünstigster Zeitpunkt

Der Zwischenfall ereignet sich für China Airlines an einem sehr ungünstigen Tag. Heute hat das Unternehmen sich offiziell bei den Insassen der ausgebrannten Boeing entschuldigt.

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