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21.09.2007
Autor cf

Der Dreamliner verspätet sich

Die Boeing 787 „Dreamliner“ soll das neue Flagschiff des amerikanischen Flugzeugherstellers Boeing werden. Die 787 ist ein mittelgroßes Flugzeug für Langstrecken, das durch den massiven Einsatz neuer Technologien die Kosten für die Fluggesellschaften senken soll. Bisher wurden annähernd 700 Maschinen vorbestellt, soviel wie bei keinem anderen Flugzeug bisher. Der „Rollout“, die Vorstellung des Prototypen für die Öffentlichkeit fand symbolträchtig am 7. Juli (amerikanisch 07/08/07) statt und im Mai 2008 soll ausgeliefert werden. Doch es kommt zu Verzögerungen.

Erstflug verschoben

Der Jungfernflug des „Dreamliners“ sollte im September stattfinden, doch Boeing gab bekannt, dass er auf November oder Dezember verschoben wird. Der ohnehin sehr enge Zeitplan wird nicht mehr zu halten sein. Boeing muss nicht nur den Erstkunden, die japanische All Nippon Airways im Mai beliefern, sondern auch in China besteht man auf pünktliche Lieferungen. Eine Gruppe chinesischer Fluggesellschaften hat zusammen 60 Maschinen bestellt, unter der Bedingung, dass die ersten Flugzeuge noch vor Beginn der Olympischen Sommerspiele geliefert werden. Ähnlich wie Airbus beim A380 muss Boeing nun mit den Kunden über Kompensationszahlungen verhandeln.

Der Prototyp wurde wieder zerlegt

Der Öffentlichkeit wurde beim Rollout im Juli ein fertiges Flugzeug präsentiert, doch das Flugzeug musste wieder zerlegt werden. Um rechtzeitig fertig zu werden wurde der Prototyp mit den falschen Schrauben montiert, da die richtigen noch nicht verfügbar waren. Im Flugzeugbau dürfen nur speziell zugelassene Schrauben verwendet werden. Im Dreamliner werden dank dem Einsatz von Kohlefasern etwa 50000 Schrauben weniger verbaut, als in einem vergleichbaren herkömmlichen Flugzeug. Aber ganz ohne kommt er nicht aus.

Outsourcing spart Geld und macht Probleme

Boeing stellt fast keine Teile für die 787 selbst her. Die Produktion einzelner Segmente wurde an Subunternehmer in der ganzen Welt vergeben, die dann nicht nur Einzelteile herstellen, sondern ganze Baugruppen wie Flügel oder Rumpfteile vormontieren, so dass diese dann von Boeing nur noch zusammengesetzt werden. Viele Subunternehmer haben ihre Teile nicht rechtzeitig fertig bekommen und unfertig nach Everest zur Boeing Fabrik geschickt.

Intensive Flugerprobung steht an

Zwischen dem Jungfernflug und der ersten Auslieferung muss das Flugzeug zugelassen werden. Dazu ist ein umfangreiches Flugerprobungsprogramm notwendig. Zuerst müssen die vorausberechneten Flugeigenschaften in der Praxis bestätigt werden. Dazu wird das Flugzeug mit Wassertanks bestückt, um dem Schwerpunkt verschieben zu können. Ebenso muss die benötigte Start- und Landestrecke bestimmt werden - und das auch unter widrigen Umständen wie einem Triebwerksausfall oder Bremsversagen auf nasser Landebahn. Auch unter extremen Witterungsbedingungen wie Hitze, Kälte und Höhe muss sich der Dreamliner beweisen. Vor dem ersten Einsatz im Linienverkehr müssen sich außerdem noch die Piloten, Flugbegleiter und Wartungstechniker mit dem neuen Typ vertraut machen.

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