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11.10.2007
Autor cf

Probleme bei Boeing

Die Stimmung ist schlecht beim amerikanischen Flugzeughersteller Boeing. Grund sind neuerliche Verzögerungen beim Verkaufsschlager „Dreamliner“. Dazu kommt noch, dass ein ehemaliger Boeing Ingenieur in der Öffentlichkeit den neuen Flugzeugtyp als unsicher bezeichnet.

Erstflug und Auslieferung wieder verschoben

Erneut musste Boeing schlechte Nachrichten verbreiten. Die 787 „Dreamliner“ wird definitiv mindestens 6 Monate verspätet ausgeliefert. Erste Verzögerungen wurden bereits im August eingestanden, (siehe Artikel Der Dreamliner verspätet sich) wobei Boeing noch eine pünktliche Auslieferung versprach. Nun muss der Hersteller von seinem Versprechen abrücken. Erst im März 2008 soll der Dreamliner erstmalig abheben und dann im Dezember ausgeliefert werden. Den fest eingeplanten prestigeträchtigen Auftritt bei den olympischen Spielen in Peking wird die 787 verpassen, was vor allem die chinesischen Kunden nicht glücklich machen wird.

Schrauben, Nieten und die Software machen Probleme

Die Gründe für die Verzögerungen liegen unter anderen bei so scheinbar trivialen Teilen wie Schrauben und Nieten. Boeing hat große Probleme, diese in ausreichenden Mengen zu beschaffen. Deshalb wurde der Prototyp für den Roll-Out (siehe Artikel der erste Dreamliner ist fertig) mit falschen Schrauben provisorisch zusammengeflickt und das Flugzeug musste nach der Präsentation wieder zerlegt werden. Um ein Maximum an Sicherheit zu garantieren dürfen im Flugzeugbau nur speziell zugelassene Schrauben und Nieten verwendet werden, diese sind sehr teuer und werden nur in begrenzter Anzahl hergestellt. Bei Boeing hat man schlicht und einfach versäumt, rechtzeitig ausreichende Mengen zu beschaffen. Probleme bereitet zudem noch die Software zur Flugregelung.

Ein ehemaliger Mitarbeiter prangert an

Vincent Weldon war nach eigener Auskunft 46 Jahre bei Boeing in leitender Position beschäftigt. Seit letztem Jahr ist er im Ruhestand. Er war an der Entwicklung neuer Flugzeuge beteiligt. In einem 11-Seitigem Brief an die amerikanische Flugsicherheitsbehörte FAA prangert er nun seinen ehemaligen Arbeitgeber an. Bei Boeing würde man wissentlich ein unsicheres Flugzeug entwickeln. Die Bedenken der Ingenieure seien vom Management ignoriert worden, um den engen Zeitplan zu halten.

Lesen Sie hier Genaueres zu den Vorwürfen von Vincent Weldon und den eventuellen Sicherheitsmängeln beim Dreamliner!

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siehe auch:

Öl-Preis wird zum Sicherheitsrisiko
USA und Kenia: Open-Sky-Abkommen
Britisches Militärflugzeug als flugunfähig bezeichnet
Sicherheitsprofile zu über 250 Airlines


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