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05.11.2007
Autor sw

Bombardier: Weitere Schwachstelle der Dash 8

Am 27. Oktober 2007 verunglückte erneut eine DHC "Dash" 8 vom kanadischen Flugzeugbauer Bombardier bei der Landung; diesmal in Kopenhagen. Wie bei allen Zwischenfällen dieses Flugzeugmodells im September, waren Fahrwerksprobleme verantwortlich. Nun steht fest, dass der jüngste Zwischenfall einen anderen Ursprung hat, als die bisher bekannte Schwachstelle an der Fahrwerkskonstruktion.

Drei Wochen vor dem Zwischenfall Ende Oktober, war die Maschine der skandinavischen Airline SAS auf einen Konstruktionsmangel an den Fahrwerken hin überprüft worden. Es wurden entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet, um zukünftig Korrosion an einem Gewinde des Haupt- und Bugfahrwerks zu vermeiden (aerosecure berichtete).

Neue Ursache - Gleiche Auswirkung

Der Dash-8 Hersteller Bombardier gab an, dass der jüngsten Zwischenfall, im Gegensatz zu den Unfällen in Aalborg und Vilnius vom 9. und 12. September 2007, auf ein neues, bisher unbekanntes Problem am Fahrwerk zurückzuführen sein muss. Untersuchungen der dänischen Behörde HCL bestätigen diese Behauptung:
Für das Ein- und Ausklappen des Fahrwerks der Dash 8 Q400 kommt ein hydraulischer Zylinder als Auslöser zum Einsatz. Bisher war ein korrodiertes Gewinde, welches diesen Hydraulik-Zylinder mit dem Unterbau verbindet, gebrochen. Die in Kopenhagen verunglückte Maschine wies allerdings intakte Gewinde auf. Wie die Untersuchungen belegen, hat sich der Kolben diesmal in der Führung verkantet, sodass das rechte Hauptfahrwerk nicht vollständig ausgefahren und verriegelt werden konnte.

Untersuchungen laufen noch

Die Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen. Obwohl der Zwischenfall auf eine neue Ursache zurückzuführen ist, sind sehr ähnliche Komponenten betroffen. Es gilt nun herauszufinden, ob durch die Behandlung der Gewinde mit Korrosionsschutz die Blockade des Kolbens befördert wurde.

Immenser Schaden

Alleine durch die unzähligen Ausfälle von Flügen bei SAS, sind der Airline inzwischen Umsatzausfälle von schätzungsweise 35 bis 45 Millionen Euro entstanden. Noch dazu ist der verheerende Image-Verlust kaum in Zahlen zu fassen.
Dementsprechend hoch ist die Unzufriedenheit: Inzwischen schreckt die Airline nicht einmal mehr vor Aussagen zurück, sie wolle ihre gesamte Dash 8 Flotte verschrotten.
Bei anderen Fluggesellschaften ist das Vertrauen in den kanadischen Flugzeugbauer offenbar ungebrochen: Erst am 21. Oktober 2007 wurde bekannt, dass die australische Airline Qantas eine Bestellung über 12 weitere Q400 in Auftrag geben will. Qantas könnte also möglicherweise ein dankbarer Abnehmer der SAS Maschinen werden

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