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14.01.2008
Autor op

Laserpointer gefährden Flugsicherheit

Auch 2007 waren Laserpointer ein sehr beliebtes Weihnachtsgeschenk – allerdings mit fatalen Auswirkungen für die Luftfahrt. In der Nachweihnachtszeit häufen sich Vorfälle, bei denen zumeist Teenager startende oder landende Flugzeuge mit den Geräten anvisieren. Der geblendete Pilot ist so teils minutenlang im Blindflug unterwegs.

Polizeihubschrauber geblendet

So wurde in Orange County ein 15-jähriger Teenager festgenommen, der mit einem Laserpointer ein Flugzeug der SkyWest Airlines anvisierte. Die Piloten erkannten in etwa, aus welchem Gebiet das Gerät benutzt wurde und meldeten den Vorfall per Funk der Polizei, die einen Hubschrauber losschickte. Dummerweise richtete der Junge nun den Laserpointer auf den Polizeihubschrauber. Die Piloten wurden in einer Höhe von gut 200 Metern stark geblendet.

Wenige Stunden später wurde ein 19-jähriger festgenommen, der ebenfalls seinen neuen Laserpointer an diesem Polizeihubschrauber ausprobierte. Er gesellte sich zu einem 52-jährigen Mann, den die Garden Groove Police wegen des gleichen Vergehens festgesetzt hatte.

Ein Gimmick der 90er Jahre

Laserpointer kamen in den 1990er Jahren stark in Mode, dienten aber eigentlich als moderner Zeigestab bei Vorlesungen oder Präsentationen. Dass auch Gefahren von ihnen ausgingen, war vielen nicht bewusst. Wenn ein Laserstrahl das Auge trifft, ist die betreffende Person für Minuten geblendet und hat noch Stunden später optische Halluzinationen; hinzu kommen starke Kopfschmerzen.

Verkauf eingeschränkt

Nach mehreren Zwischenfällen wurde der Verkauf in einigen Bundesstaaten eingeschränkt. Jugendliche erhielten die Pointer nur noch mit Einwilligung der Eltern. Doch die Laserpointer wurden auch für die Luftfahrt eine zunehmende Gefahr. So musste zum Beispiel der Captain eines Airbus A320 der britischen Fluglinie Airworld 1997 eine Blindlandung absolvieren, nachdem die Maschine wenige Kilometer vor dem Flughafen Manchester durch einen Laser erfasst wurde. Beide Piloten mussten während der Landung zur Seite schauen, um nicht geblendet zu werden. Am Ende stellte sich heraus, dass ein junger Mann in seinem Vorgarten mit einem Laserpointer herum hantierte.

Hohe Strafen angedroht

Unter dem US-Patriot Act stehen auf Gefährdung des Luftverkehrs bis zu 20 Jahre Gefängnis und eine Geldstrafe von 250.000 Dollar. Trotzdem nahm die Zahl der Zwischenfälle mit Laserpointern in den letzten zwei Jahren um 45 % zu.

Lesen Sie hier welche besondere Gefahr von Laserpointern für Piloten von kleineren Privatflugzeugen ausgeht.

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