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01.12.2007
Autor sw

Fluglärm durch Verspätungen

Viele Flughafenanwohner sind verärgert über die zu eng kalkulierten Flugpläne einiger Airlines, die verspätete Landungen in den Nachtstunden, billigend in Kauf nehmen. Selbst der Flughafen Düsseldorf, den die AEA als pünktlichsten Flughafen Europas im dritten Quartal 2007 auswies (hier zum entsprechenden Artikel), ist ins Fadenkreuz gelangt.

Ohne Sanktionen zu bekommen, dürfen sich Airlines in Düsseldorf um eine halbe Stunde verspäten. Fluggesellschaften, die dort ihre "Homebase" haben, darunter Air Berlin, LTU und Lufthansa, können sogar bis 24:00 Uhr landen, ohne mit finanziellen Strafen rechnen zu müssen. Zum Leidwesen der schlaflosen Anwohner, scheint eine gezielte Ausreizung dieser Regelung immer mehr um sich zu greifen.
Für eine Landung nach Mitternacht ist in Düsseldorf eine Lizenz für Ausnahmefälle zu beantragen, die lediglich 100 Euro kostet: Ein Betrag der in der Kostenrechnung von Airlines wie Air Berlin und Lufthansa, die jährlich Milliardenumsätze verbuchen, nicht ins Gewicht fällt.

Wer trägt die Verantwortung?

Aufgrund der internationalen Verflechtung der Luftfahrtbranche, können Unpünktlichkeiten an einem Flughafen, der unter Umständen tausende Kilometer entfernt ist, die Nachtruhe an einem gänzlich anderen Ort empfindlich beeinflussen. Fluggesellschaften stellen sich in Pressemeldungen auf den plausiblen Standpunkt, dass ein Flug der pünktlich startet nicht zu spät ankommt und der Startflughafen die Verantwortung zu tragen hat.

Volkswirtschaftlicher Schaden entsteht

Schlafmangel senkt die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit massiv. Zudem werden Übergewicht, Depressionen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen durch eine zu kurze Schlafphase befördert. Jährlich müssen enorme Summen von den europäischen Gesundheitssystemen aufgewendet werden. Da es sich bei der konsquenten Umgehung der Flughafen-Betriebszeiten um ein Phänomen auf europäischer Ebene handelt, scheint eine politische Lösung der EU am sinnvollsten.

Lösungsansätze

Neben der Erhöhung der Sanktionsgebühren könnte der Einsatz von neuen Lärmschutztechnologien im Flugzeug zu geringeren volkswirtschaftlichen Kosten führen. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) unterstützt Projekte zur Erforschung des Phänomens Fluglärm und entwickelt Technologien für möglichst leise Starts und Landungen. Ziel ist es, den Fluglärm bis 2020 zu halbieren.

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siehe auch:

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Air Berlin mit 75 Millionen Verlust in 2008
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