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26.07.2008
Autor mt

Hohe Treibstoffkosten - Ende der Günstig-Tickets oder Chance zur Neuorientierung?

"Das Ende der Billigflieger" - diese doch recht reißerisch formulierte Zeile konnte man vor kurzem auf der Titelseite der ansonsten doch eher sachlich berichtenden Wochenzeitung "Die Zeit" lesen. Es war tatsächlich nur eine Frage der Zeit, bis der negative Stimmungszug mit Namen "Ölpreis" am Bahnhof konservativer Medien angekommen ist. Und, wie es sich gehört, sieht die Zukunft aus deren Sicht eben auch alles andere, als rosig aus.

Wer eine konkrete Antwort auf die Frage, was denn eine „Billigairline“ ist, sucht, der wird sich schwer tun. Mittlerweile bieten alle Airlines besonders günstige Ticketpreise unter besonders definierten Voraussetzungen an. Deutet man die aktuellen Prognosen dieser Tage richtig, kommt man zu dem Schluss: Vorbei ist es anscheinend mit der Deutschen liebstem Freizeitspaß Reisen. Mal kurz auf eine Pizza nach Nizza, oder eine Schoki nach Zürich - all das wird, glaubt man der redaktionellen Recherche, schon bald der Vergangenheit angehören. Flüge für einen Euro seien eben auf Dauer nicht machbar, heißt es. Diese Erkentnis ist vollkommen richtig. Aber sie ist nicht neu.

Der Fehler „Geiz ist geil“

Wer jemals davon ausgegangen ist, dass ein Unternehmen Airline aus Gründen von Nächstenliebe und Wohlwollen Flüge verschenken könne, der fällt in diesen Wochen sprichwörtlich aus allen Wolken. Wer geglaubt hat, dass beim Fliegen nicht der Grund („Warum?“ ), sondern der Spaß ("Mal sehen, was günstig ist ...") im Vordergrund steht, wird enttäuscht sein. Jeder andere wird feststellen, dass sich einige, möglicherweise falsch vermittelte oder falsch verstandene Dinge einfach nur ändern müssen und mit Sicherheit ändern werden.

Es geht einerseits um ein grundsätzliches Umdenken seitens der Airlines. Eine Neuordnung in Sachen Flotten- und Streckenplanungen muss her. Das Angebot lief der Nachfrage viele Jahre voraus. Ein bedeutender, wirtschaftlicher Fehler. Fliegen als Mittel zum Zweck? – Ganz sicher nicht. Die Fluggesellschaften müssen reagieren. Neue fliegerische Bündnisse werden entstehen, Einzelkämpfer sind auf lange Sicht chancenlos. All das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von strategischem Denken. Doch die Pflicht zu einem anderen Denken, zu Veränderungen, liegt nicht allein auf Seiten der Fluggesellschaften.

Herausforderung für Airlines

Immer stärker drängt der Begriff "Wert" in den Mittelpunkt des Geschehens. Und in den Mittelpunkt der persönlichen Einstellung als Fluggast. Denn auch die Verkehrsluftfahrt, mit all ihren zahlreichen Dienstleistungen und höchsten Sicherheitsauflagen im Sinne des Kunden, hat ihren Wert. Zumindest sollte sie diesen haben. Vielleicht hat der Fokus auf das Prinzip "alles günstig" die Wertevorstellung von Passagieren in der Vergangenheit ein wenig verschoben. Fragen wir uns: Was ist es mir wert, das Verkehrsmittel Flugzeug zu nutzen? - Oder anders: Bin ich bereit, grundsätzlich realistische – nicht hohe! - Preise zu bezahlen, wenn ich einen wirklichen Wert in Sachen Service und Leistung zurück erhalte? – Die Macht des Kunden kann und sollte hier einiges bewirken. Denn um was geht es uns Passagieren: Marktschreierische Günstig-Offerten, bei denen ohnehin jeder ahnt, dass sie nicht zu bekommen sind, oder wertvolle Flugangebote, die die Vorteile des Verkehrsmittels Flugzeug in den Bereichen Service, Strecke und Zeit wieder in den Mittelpunkt stellen.

Fliegen wird auch künftig für jeden erschwinglich bleiben. Die Zeiten, als wenige große Airlines als Platzhirsche horrende Preise diktieren konnten, sind zum Glück vorbei. Doch Airlines dürfen diese hart erarbeiteten Wettbewerbsvorteile nicht selbst zerstören. Es ist spät, zu reagieren, aber nicht zu spät. Neuorientierung im Sinne des Kunden – dann wird Fliegen auch wieder wertvoll.

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