Kunden-Login | Sitemap | Kontakt | Impressum
Aerosecure Warenkorb
19.05.2008
Autor ae

British Airways: Untersuchung zur Notlandung

Zur Notlandung einer British Airways Maschine vom Januar (Artikel: British Airways Notlandung in Heathrow) wurde ein neuer Untersuchungsbericht vorgelegt: die genaue Ursache ist zwar immer noch nicht klar, aber die Spekulationen können schon teilweise eingegrenzt werden.

Hintergrund

Am 17. Januar 2008 war eine aus Peking kommende Boeing 777 der British Airways am Flughafen London Heathrow aus zunächst ungeklärter Ursache notgelandet. Es war nur bekannt, dass die Triebwerke beim Landeanflug an Schubkraft verloren.

Von den 136 Passagieren und 16 Crewmitgliedern wurden 12 Personen leicht und eine schwer verletzt. Das erst gut sechs Jahre alte Flugzeug musste komplett abgeschrieben werden, es war zu stark beschädigt.

British Airways
Airbus A320 der British Airways, copyright Rolf Höngesberg


Unfalluntersuchung

Nach vier Monaten Untersuchungszeit veröffentlichte die britische Behörde für Flugunfalluntersuchungen AAIB nun einen Bericht zum Stand der Ermittlungen. Die konkrete Ursache ist allerdings noch nicht gefunden.

Verstopfung der Zuleitung

Aufgrund der niedrigen Temperaturen wird eine Verstopfung der Treibstoffzuleitungen als sehr wahrscheinlich gesehen. Bei hohen Minusgraden können sich Eiskristalle in den Zuleitungen bilden oder das Treibstoffgemisch zu dickflüssig werden. Die Umgebungstemperatur lag bei diesem Flug bei bis zu -76 Grad, was zwar sehr niedrig, allerdings durchaus nicht außergewöhnlich ist.

Als unwahrscheinlich gesehene Ursachen

Die Ermittlungen können inzwischen für einige typische Unglücksursachen abgeschlossen werden: Vogelschlag, Wirbelschleppeneinflug und Vereisung der Triebwerke selbst werden von den Experten im neuesten Bericht ausgeschlossen.

Kavitation?

Als wahrscheinlichste Ursache wird zur Zeit eine starke Kavitationsschädigung gehandelt. Zu Kavitation kommt es, wenn in einer Flüssigkeit unter sehr hohem Druck winzige Gasbläschen entstehen und diese dann wieder schlagartig zusammenfallen. Dabei kann das an die Flüssigkeit angrenzende Material im Laufe der Zeit stark beschädigt werden.

Der durch diesen Vorgang entstandene Schaden an den Verdichtern würde den niedrigen Einspritzdruck erklären, den die Untersuchungen für beide Triebwerke belegen. Wie es allerdings genau zu diesem Schaden kommen konnte und warum bei keiner Wartung ein Mangel festgestellt wurde, wird zur Zeit von der AAIB, dem Flugzeugbauer Boeing und dem Triebwerkhersteller Rolls-Royce noch genauer untersucht.

zurück zur Artikel-Übersicht

siehe auch:

British Airways und Iberia prüfen Fusion
Alitalia: Rettung in Sicht?
British Airways übernimmt LAvion
Sicherheitsprofil British Airways


Die Dash 8 Bruchlandungen auf Video
Die Bilder der Dash 8, die im Frühjahr 2007 in Japan ohne Bugfahrwerk landete ging weltweit durch die Medien... mehr
Themenschwerpunkt Reisesicherheit
Auf jeder Reise, ob in den Urlaub oder geschäftlich stellt sich die Frage nach der Sicherheit des jeweiligen... mehr
Online-Tool Preis-Sicherheit-Rechner
Setzt die teuerste Airline die modernste Flotte ein und spart die billige Fluglinie bei der Flotte? mehr
SICHERHEITS-PROFIL
Unternehmens-Situation, Flotten-Analyse und Unfall-Statistik zu British Airways in unserem aussagekräftigen Sicherheits-Profil

Screenshot Datenbank Airline-Sicherheitsprofil zeigen

> Was bietet ein Sicherheits-Profil?
> Sicherheitsprofil bestellen
> weitere Airlines finden
Sicherheits-Profile zu über 250 Airlines weltweit. Ihre Airline ist auch dabei! [mehr]
ARTIKEL BEWERTEN
War dieser Artikel interessant für Sie? Konnten wir Ihnen damit weiterhelfen?

Bewertung: 2.7/7.0 (150 Stimmen)

NEWSLETTER ABONNIEREN
Bleiben Sie informiert mit unserem kostenlosen, monatlichen Newsletter [direkt abonnieren]

> Was bietet der Newsletter?